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27.01.2016

Private Nachhilfe muss überflüssig werden

VBE zur Bertelsmann-Studie – jeder siebte Schüler nimmt Nachhilfe

„Obwohl, im Vergleich zur letzten vorliegenden Studie, weniger private Nachhilfe in Anspruch genommen wird, ist das keine beruhigende Nachricht“, kommentiert der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Udo Beckmann die aktuelle Nachhilfe-Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Es bestätige sich erneut, dass Eltern viel Wert auf die individuelle Förderung ihrer Kinder in der Schule legen. „Es gibt noch viel zu tun, um das Vertrauen der Eltern in die öffentlichen Schulen zu stärken“, betont Beckmann. „Ins Aufgabenheft der Kultusminister gehören obenan die Sicherung der schulischen Rahmenbedingungen, damit jedes Kind individuelle Förderung erhalten kann, und die Gewährleistung einer Lehreraus- und -weiterbildung, die das Unterrichten in heterogenen Lerngruppen sowie das individuelle Fördern als Schwerpunkte setzt.“

Beckmann weiter: „Der Ausbau von Ganztagsschulen in den Ländern, auch das belegt die Studie, erweist sich als wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Der VBE sieht sich bestätigt, dass das Ganztagsschulprogramm von Bund und Ländern dringend einer Fortsetzung bedarf. Auf keinen Fall dürfen Ganztagsschulen in den Sparmodus getrieben werden.“ Zufrieden könne man erst sein, wenn der private Nachhilfemarkt zum Erliegen komme, so Beckmann.


Pressemitteilung 4 - 2016
Grafik: KirschKürmann
Ausgabe September/Oktober 2023

Schulkultur


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